Evrim Sommer

Broschüre erschienen: Spitzenpositionen

Was macht eine Frau, die in honoriger Runde einfach ignoriert wird? Die in ihrem Rücken spürt, dass man sie milde belächelt, oder an der jemand wie zufällig vorbeischaut, während der Mann neben ihr mit Handschlag begrüßt wird? Im besten Fall lernt sie: nicht zaghaft zu sein. Selbst auf den  Menschen zuzugehen und sich die Hand zu nehmen, die einem nicht gereicht wird.

Es war wunderbar zu erleben, wie die Gäste unserer Gesprächsreihe auch solche Begebenheiten streiften. »Spitzenpositionen. Wie Frauen Männerdomänen und Führungsetagen erobern.« vermittelte anregend und sehr spannend Einblicke in 14 Leben und berufl iche Karrieren. Keiner der Frauen war in die Wiege gelegt worden, wohin der Weg sie führen würde. Aber alle hatten eine gute Ausbildung, wurden von Eltern und in ihrem Umfeld gefördert und gefordert. Sie konnten Neigungen folgen und vielseitige Interessen pflegen. Ihren Weg jedoch haben sie schließlich selbst  bestimmt. Sie haben mutig und selbstbewusst Chancen ergriffen. Als etwas Besonderes sehen sie sich nicht.

Und doch sind sie nicht alltäglich. Frauen in Führungspositionen sind noch immer selten. Sie sind besonders, weil sie neue Sichtweisen einbringen – in ihre Führungsteams und die Belegschaft, in die Geschäftswelt und die Gesellschaft schlechthin. Sie sind keine besseren Führungskräfte, allein weil sie Frauen sind. Aber sie sind keine schlechteren.

Vierzehn Berliner Spitzenfrauen habe ich für meine Veranstaltungsreihe gewinnen können. Frauen, die Chefs von Landesbetrieben wie der BVG und der BSR sind, die in Führungsetagen großer Unternehmen arbeiten, an der Spitze von Verbänden, Organisationen und Institutionen stehen, waren Gäste bei "Spitzenpositionen. Wie Frauen Männerdomänen und Führungsetagen erobern." Die Journalistin Ina Krauß verfasste nach den Gesprächen Porträts der Frauen, Birgit Bernt fotografierte sie für diese Broschüre.

Startseite | Sitemap | Impressum