30.03.2010
Mehr Frauen in Führungspositionen möglich
Landesgleichstellungsgesetz
Die frauenpolitische Sprecherin Evrim Baba erklärt:
Die jetzt
im Senat beschlossene Novelle des Landesgleichstellungsgesetzes (LGG)
ist ein wichtiger Schritt für mehr Gerechtigkeit zwischen Männern und
Frauen bei der Besetzung von Führungspositionen. Sie muss noch den Rat
der Bürgermeister passieren, bevor sich das Abgeordnetenhaus damit
befassen kann. Wir gehen davon aus, dass es eine zügige und gründliche
Beratung des LGG in den parlamentarischen Ausschüssen geben wird,
Frauenvertretungen, Frauenverbände und weitere Expertinnen werden im
Rahmen einer Anhörung zu Wort kommen.
Derzeit sind Frauen nur zu 10 bis 15 Prozent in den obersten Leitungsebenen vertreten. Das hat der letzte LGG-Bericht deutlich gemacht. Durch die neuen gesetzlichen Vorgaben besteht die Chance, sie gezielter bei der Besetzung von Vorstands- und Geschäftsleitungspositionen in das Findungsverfahren einzubeziehen. Wo immer es eine gravierende Unterrepräsentanz von Frauen gibt, können konkrete Gegenmaßnahmen ergriffen werden.
Das Berliner Landesgleichstellungsgesetz ist im Bundesvergleich vorbildlich. Ob es gegebenenfalls darüber hinaus gehenden Handlungsbedarf gibt, wird das parlamentarische Verfahren zeigen.



