Aufenthaltsgenehmigung für Liebls erreicht
Afrika-Rat Berlin-Brandenburg e.V., Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag (BER), Berliner Flüchtlingsrat e.V. und Berlin Postkolonial e.V. fordern nun Gesetzesänderungen
Mit Hilfe des gemeinsamen Engagements aus Zivilgesellschaft, Politik und Medien ist es einerseits gelungen, die Abschiebung von Ginette und Gergi Liebl zu verhindern sowie andererseits den Berliner Senat zu bewegen, die Zuständigkeit für die Erteilung einer Aufenthaltsgenehmigung von Bayern zu übernehmen.
Wir appellieren an den Berliner Senat, sich darüber hinaus für die Rückkehrmöglichkeit des abgeschobenen Vaters der Familie, Gerson Liebl, (bspw. im Rahmen einer Familienzusammenführung) einzusetzen und seinen Einfluss dahingehend geltend zu machen, dass jegliche Bezüge auch juristischer Art zur kolonial-rassistischen Gesetzgebung bzw. zur damaligen Umsetzungspraxis dauerhaft ausgeschlossen werden.
Auch an die Bundesregierung richten wir hiermit die Forderung, endlich die historische Verantwortung für den deutschen Kolonialismus und seine Folgen zu übernehmen, den gesetzgeberischen Handlungsbedarf zu erkennen und entsprechend aktiv zu werden.
Der offene Brief gegen die Abschiebung der Familie Liebl nach Togo (27. Apr.)
Hintergrundinfos in einem Artikel der tageszeitung vom 29. Apr.



