Feierlich wurde am 7. Mai 2010 der Gedenkstein zu Ehren Erwin Nöldners und anderer Antifaschisten am S-Bahnhof Nöldnerplatz übergeben. Nun erinnert ein Granitstein an die Antifaschistinnen und Antifaschisten, die im ehemaligen Arbeiterviertel Rummelsburg Widerstand gegen das NS-Regime leisteten. Viele mussten dies mit ihrem Leben bezahlen. Der Gedenkstein ehrt namentlich Hans Krüger, Wilhelm Martinke, Erwin Nöldner, Walter Riedel sowie Käthe und Felix Tucholla.
Die Verwirklichung des Gedenkortes wurde unter anderem durch einen Spendenaufruf des Vereins Zivilcourage vereint e.V. ermöglicht, dessen Vorsitz Gesine Lötzsch inne hat. Mit der Übergabe des Gedenksteins wird ein Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg aus dem Jahr 2006 umgesetzt.
Bei der feierlichen Übergabe würdigte die Bezirksstadträtin für Kultur- und Bürgerdienste, Katrin Framke, den aufrechten Widerstand Erwin Nöldners.
Der gebürtige Lichtenberger wohnte in der nahegelegenen Türrschmidtstraße 16. Er war Kommunist und arbeitete als Schlosser im Weißenseer Betrieb Erwin Auert, wo er Kontakt zur Widerstandsgruppe um Anton Saefkow unterhielt. Im Juli 1944 wurde Erwin Nöldner verhaftet und am 6. November 1944 im Zuchthaus Brandenburg-Görden hingerichtet.



