Brot und Rosen für alle
100 Jahre Internationaler Frauentag
Der Internationale Frauentag kann auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurückblicken. Sozialistinnen aus 17 Ländern fassten 1910 auf Antrag von Clara Zetkin und Käte Dunker auf der II. Internationalen sozialistischen Frauenkonferenz den Beschluss. Gemeinsam und grenzüberschreitend sollte es ein Frauenkampftag gegen Unterdrückung und Ausbeutung, für eine friedliche Welt und gegen imperialistischen Krieg sein.
Seitdem sind viele Millionen Frauen Jahr für Jahr für ihre Rechte auf die Straße gegangen,für das Frauenwahlrecht, für Mutterschutz und legale Schwangerschaftsabbrüche, gegen Faschismus und Krieg, für Freiheit und Demokratie. Sie haben viel erreicht, die Gleichstellung von Frauen wird garantiert in internationalen Konventionen, Verfassungen und Gesetzen. Doch wo immer es auf unserer schönen Welt Diskriminierung,Gewalt und Zwang gibt, sind Frauen besonders betroffen.
Wenn wir am 8. März in Berlin Rosen verteilen, dann, weil wir Brot und Rosen für alle wollen.
BROT UND ROSEN – dieses Lied wurde zum Symbol für die Forderung nach gerechter Bezahlung und nach menschenwürdigen Arbeits- und Lebensbedingungen.
Wenn wir am 8. März Rosen verteilen, dann zur freundlichen Erinnerung an den Frauentag und als Aufforderung zur Solidarität,aber auch als Zeichen der Anerkennung und des Respekts.
Evrim Baba-Sommer, MdA, frauenpolitische Sprecherin



